Reiche Verzierungen und einfallsreiche Handwerker

Orientalische Wohnaccessoires sind meist reich und überbordend verziert. Daher ist es kaum zu glauben, dass es eine wichtige Einschränkung in Ihrer Gestaltung gibt.

Nicht alles ist als Verzierung erlaubt

Wussten Sie, dass in der arabischen Kultur keine Menschen und Tiere abgebildet werden dürfen? Die Religion des Islams verbietet es Künstlern, ihre Erzeugnisse mit Abbildungen von Lebewesen zu verzieren. Diese Regel, die auch Bildvermeidung genannt wird, spiegelt sich daher auch in der Gestaltung der Einrichtungsgegenstände für Wohnungen und Häuser wieder. Trotzdem sind die Wohnaccessoires aus dem Orient häufig kunstvoll und sehr aufwändig gestaltet. Im arabischen Raum spielen Dekoartikel eine wichtige Rolle bei der Einrichtung und Gestaltung der Räume. Um trotz des Verbotes kunstvolle Gegenstände herstellen zu können, mussten die Handwerker und Künstler einfallsreich sein und sich neue Stilelemente überlegen. Als Dekoration finden sich daher:

  • Ornamente,
  • Blumen,
  • Blüten,
  • Ranken und
  • Schrift

Damit werden die Schrift und der Buchstabe unabhängig von der Bedeutung und des Inhaltes des Geschriebenen selbst zur Dekoration und zum Schmuck.

Arabischen Dekoartikel

Unzählige schmucke Möbelstücke für die eigene Wohnung

Orientalische Wohnaccessoires sind kleine Tische, Lampen, Sitzkissen, Schalen für Schmuck und Obst. Aber auch Kerzen-, und Lampenhalter oder schmiedeeiserne Stühle und regale gehören zu dem vielfältigen Angebot orientalischer Wohnungseinrichtungen. Ein eher seltsames und schlicht aussehendes Accessoire ist der Tajine. Es ist ein traditionelles Kochgeschirr, in dem Gerichte wie Fleisch gegart werden. Gemeinsam haben alle Länder des nahen und mittleren Ostens die Sitte, Tee zu trinken. Meist wird aus kleinen, zierlichen Teegläsern getrunken, die auf einem Tablett serviert werden. Es gilt in einigen Ländern als besonders höflich, Gästen die gefüllten Teegläser auf einem Tablett zu servieren. Sie einfach so auf den Tisch zu stellen, gilt sogar mancherorts als Beleidigung. Viele Haushalte haben sogar spezielle kleine Teetische. Diese sind meist rund und haben eine Oberfläche aus Metall, welche gleichzeitig als Tablett für Tee verwendet wird und zu diesem Zweck abgenommen werden kann. Ein nach oben gebogener Rand verhindert, dass versehentlich verschütteter Tee runtertropft und den Fußboden nass macht. Zahlreiche dieser Tische werden noch in traditioneller Handarbeit gefertigt und sind kunstvoll verziert. Dies gilt nicht nur für die Beine, die meist aufwändig geschnitzt sind, sondern auch für das Tablett selbst. Gravuren in verschiedenen Mustern und Effekten sind keine Seltenheit.

Ein kleines Zubehör, welches in Europa wohl eher unbekannt ist, ist die Minzdose. Darin werden die Blätter der Minze aufbewahrt und können dann dem schwarzen Tee nach Belieben hinzugefügt werden. Diese Dosen sind meist aus Blech gefertigt, welches versilbert und handwerklich bearbeitet wurde. Diese Döschen kann man natürlich nicht nur zur Aufbewahrung und zum Servieren von Minze verwenden, sondern auch Zucker oder andere Dinge finden darin einen guten Platz.